Als sechstes und jüngstes Kind einer Musiker-Pfarrersfamilie bin ich in Budapest geboren. Um mich herum haben alle Mitglieder der großen Familie gesungen und verschieden Instrumente gespielt, so hat Musik mein Leben „ab ovo” definiert, wofür ich heute noch sehr dankbar bin.Mein Musikstudium begann ich am Bartók Béla Konservatorium und setzte es, ebenfalls in Budapest, an der Liszt Ferenc Akademie fort. Dort lernte ich bei Prof. Henrik Prőhle.Die großen Flötisten unserer Tage, unter anderen Aurel Nicolet, William Benett, Adorján András, Peter-Lukas Graf, Jean-Claude Gérard, Karl Schicker – deren Meisterkurse ich die Möglichkeit hatte zu besuchen – haben großen Eindruck auf mich geschindet. Mit 23 Jahren habe ich mein Flötenkünstler und Lehrdiplom erhalten.Meine erste professionelle Orchestererfahrung habe ich als Karrierenanfängerin im Orchester der Ungarischen Staatsoper gemacht, wo ich zwei Jahre mitgespielt habe.

Meine Flötenpädagogische Karriere habe ich in Békéscsaba an der Bartók Béla Konservatorium debütiert. Danach kam in nach Budapest zurück und habe ich in Franz Liszt Musikakademies Konservatorium Béla Bartók gelehrt. Anschließend kam ich zum Vienna Konservatorium in Wien, wo ich als Professorin eine Konzertausbildungsklasse leitete. Inzwischen war ich 8 Semester lang als Gastprofessorin an der Kunstuniversität Graz tätig. Zur Zeit unterrichte ich in Richard Wagner Konservatorium Wien als Flötenprofessorin.

Schon seit den Anfängen gebe ich regelmäßig Konzerte. Vorwiegend spiele ich als Solistin, aber ich partizipiere auch sehr gerne in Kammermusik. Als Solist war ich regelmäßig Teilnehmer in den Sendungen vom Ungarischen, sowie öfters auch beim Holländischen Rundfunk. Außer Ungarn spielte ich in England, Österreich, Belgien, Czechien, in Transilvanien, Frankreich, in den Niederlanden, Luxemburg und Deutschland. Zuzüglich trat ich außer Europa in Indien, Israel, Kanada und in den USA auf.

Meine große Liebe ist die Barock Musik, genauer dessen historische Spielweise. Aber auch die klassischen, romantischen, impressionistischen Stücke der Flötenliteratur, und aber auch die Stücke des 20sten Jahrhunderts stehen mir nahe und ich spiele sie sehr gerne. Diese Liebe übermittle ich sowohl im alltäglichen Unterricht, als auch in Sommerkursen in Ungarn und Österreich meinen Studenten, die das andere Subjekt meiner Liebe sind: nämlich das Lehren.

Das Wichtigste der musikkünstlerischen Bildung besteht für mich in der persönlichen und differenzierten Beziehung, in der ich als Künstler-Lehrer, Meister des Studenten präsent sein kann. Auf dieser Weise werden von mir nicht nur die Kenntnisse übermittelt und erfragt, sondern ich trage dazu bei Ihr Talent zum Leben zu erwecken.

Während meiner – mit dem Solisten und Kammermusiker Karriere parallel laufenden – liebevoll und engagiert ausgeübter Professorensein gibt es bis heute mehr als 80 begabte Studenten, die ihren Weg gefunden haben und erfolgreich ihre Karriere als Künstler  und Lehrer ausüben.

Als Musiker strebe ich immer danach die Kunstwerke der Komponisten möglichst authentisch zu interpretieren, sodass die die Identifikation, Empathie und künstlerische Freiheit die Absicht und Sichtweise des Komponisten aber auch meine Persönlichkeit stets wiederspiegelt. Dieses Gefühl, nämlich die bewusste Inbesitznahme vom Unbewussten versuche ich auch meinen Studenten zu übermitteln, welches auch die möglichst perfekte Beherrschung und Umsetzung der Techniken voraussetzt.